Messtechnik
Stand: Januar 2008

Unsere Messtechnik deckt die Erfassung Elektro-Magnetischer Felder (EMF) und die Erfassung seismischer Vibrationen ab. Dabei haben wir z.T. mehr als 25 Jahre Erfahrung. Planung und Durchführung von komplexen Messvorhaben für die elektrische Charakterisierung bei festen Anlagen von Bahnen (siehe z.B. ESCARV).

Unser Spezialgebiet sind die Messungen der niederfrequenten elektromagnetischen Felder von Hochspannungsleitungen, Fahrleitungen, Unterwerken und Transformatorstationen. Wir haben Messerfahrung aus über 50 Messprojekten seit 1985, sowohl bei statischen Messungen am Ort wie auch bei dynamischen Messfahrten, z.B. auf Triebfahrzeugen. Im Folgenden finden Sie ein paar Beispiele aus vergangenen Messungen und Studien.

Niederfrequente Elektro-Magnetische Felder in Führerständen von Triebfahrzeugen der SBB

Der elektrische Betrieb von Eisenbahnen hat für die unmittelbare Umgebung der Bahnanlagen verschiedene Arten von elektro-magnetischer Strahlung zur Folge. Medizinisch sind die Einwirkungen nichtionisierender, niederfrequenter Strahlung noch wenig untersucht, weshalb Triebfahrzeugführer, die beruflich solchen Expositionen ausgesetzt sind, für eine entsprechende Studie besonders interessant sind. Die messtechnische Erfassung der Feldwerte für verschiedene Triebfahrzeugtypen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) wird beschrieben, welche die Grundlage für spätere statistische und medizinische Aussagen bildet.

Da die Studie einen Zeitbereich von mehreren Jahrzehnten umfasste, mussten z.T. auch historische Fahrzeuge vermessen werden, was zeitweise zu sehr interessanten Zugskompositionen führte (siehe Bild oben). Parallel zu den dynamischen Messungen bei wohldefinierten Betriebspunkten wurden repräsentative Lokführerbegleittouren durchgeführt, um die während eines Arbeitstages akkumulierte EMF-Exposition zu bestimmen.

Tabelle A1: Klassifizierung der Fahrzeuge nach EMF-Exposition (© Elektrische Bahnen).

Bild A1: Lokomotive des Typs Ce 6/8 II ("Krokodil") im Bahnhof Erstfeld. Die angehängte Lok des Typs 482 dient als Brems- und Zuglok zur Simulation eines schweren Zuges.

Die für jeden Loktyp charakteristischen EMF-Emissionswerte wurden statistisch den einzelnen Fahrdiensten zugewiesen. Durch Analyse der (anonymisierten) Lokführerdaten konnte so die kumulative EMF-Exposition für jeden Lokführer bestimmt werden.

 

Mehr Information finden Sie in den Publikationen (Link).

Obwohl heute auch leistungsfähige Simulationstools für Feldberechnungen vorhanden sind (z.B. von der Firma ENOTRAC), müssen als Nachweise für Dritte die realen Feldverhältnisse messtechnisch erfasst werden.

Für die Messung der Elektro-Magnetischen Felder (EMF) verwenden wir ausschliesslich Messgeräte der Firma Narda (früher Wandel & Goltermann). Diese Messgeräte entsprechen dem aktuellen Stand der Forschung, werden laufend kalibriert und genügen sämtlichen internationalen Normen und Standards.

Diese Feldanalysatoren für Niederfrequenz-EMFs können sowohl selektiv als auch breitbandig eingesetzt werden. Neben der Messung magnetischer Felder stehen auch Sonden für die Charakterisierunge der magnetischen und elektrischen Felder zur Verfügung. Dabei werden die einzelnen Feldkomponenten erfasst. Der grosse Speicher von mindestens 4000 Datensätzen erlaubt auch zeitgesteuerte Messungen ohne externen PC über einen längeren Zeitraum hinaus. Speziell für Bahnanwendungen stehen verschiedene feste Filter zur Verfügung (z.B. 16.7 Hz Bandpass)

 

 

 

Wir verfügen auch über Erfahrung bei der Evaluation seismischer Schwingungsmuster.

Last update: 16.03.2008